Michael Turgut : Unzufriedenheit mit der gesetzlichen Rentenversicherung bei der jüngeren Generation.
Die im März 2004 veröffentlichte Studie der Forscher C. Wunder und J. Schwarze von der Universität Bamberg mit dem Thema "Zufriedenheit mit der Altersvorsorge und Präferenzen für alternative Sicherungsmodelle" zeigt, dass die junge Generation mit ihrer finanziellen Alterssicherung signifikant unzufriedener ist als die ältere. Auf Basis der Daten des Sozio-ökonomischen Panels SOEP aus dem Jahr 2002 zeigt die vom DIW Berlin und dem IZA Bonn unterstützte Studie, dass es grundsätzliche Unterschiede zwischen den Generationen gibt, die erst in den Jahren nach 1992 deutlich zutage getreten sind. Demnach wird die Funktionsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung und somit der hauptsächlichen Komponente der deutschen Alterssicherung zunehmend in Frage gestellt. Besonders die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung, das so genannte Umlageverfahren, wird von der jüngeren Bevölkerung sehr skeptisch betrachtet. Die Akzeptanz gegenüber der Gesetzlichen Rentenversicherung ist hier deutlich gesunken – in den medien stellt sich die Frage nach der Generationengerechtigkeit.
„Fasst man die ersten Ergebnisse der Koalitionsvereinbarung zusammen, so wird sich die Situation der gesetzlich Rentenversicherten in Deutschland in den kommenden Jahren nicht verbessern“, meint Michael Turgut, Vorstand der IFF AG aus Hof.
Die Renditen der gesetzlichen Rentenversicherung sind für jüngere oft ein schlechtes Geschäft, denn wie bereits aus zahlreichen früheren Untersuchungen bekannt, sinken die Renditen, die einzelne Geburtsjahrgänge für ihre Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung erzielen, seit Einführung des bestehenden Systems ständig.
Laut einer Vereinbarung der Koalitionsarbeitsgruppe zur Rentenversicherung (veröffentlicht vom BMAS am 23.10.2006) werden die von der Bundesregierung beschlossenen neuen Altersgrenzen für die gesetzlichen Renten nun auch auf die private Altersvorsorge übertragen, nicht zuletzt um die private Vorsorge als flankierende Säule zur gesetzlichen Rentenversicherung einem möglichst breiten Publikum zu ermöglichen.
Genau hier bestehen aber noch große Defizite, wie der Finanz-Spezialist Michael Turgut von der IFF AG meint: „Die zusätzliche Altersvorsorge muss künftig einen höheren Stellenwert erhalten, um den im Berufsleben erreichten Lebensstandard auch im Alter aufrecht erhalten zu können. Hierfür steht ein umfangreiches Instrumentarium mit steuerlichen Elementen und Zulagen zur Verfügung. Fernerhin gibt es eine Fülle von interessanten Vorsorgemöglichkeiten im Bereich der privaten Altersabsicherung.“
Die Deutschen setzen bei ihrer Geldanlage jedoch auf sehr traditionelle und auch renditeschwache Formen. Nach einer Umfrage des Deutschen Derivate Instituts besitzen drei von vier Deutschen ein Sparbuch. Weit abgeschlagen sind hingegen riskantere aber auch renditeträchtigere Anlageformen wie Aktie und Aktienfonds.
„Dies ist aber mittel- bis langfristig die falsch Strategie“, meint Michael Turgut, Vorstand der IFF AG. Fakt ist: Die Deutschen überdenken den Kauf eines neuen Autos durchschnittlich 37 Stunden. Nur die Hälfte der Zeit ist ihnen das Hinterfragen der finanziellen Absicherung wert. Dies jedenfalls ergab eine Studie des Marktforschungsinstitutes TNS Infratest. Doch für das neue Auto wie für das private Vermögen gilt: Beides muss regelmäßig gecheckt und gepflegt werden.
„Viele Privatanleger sind in Anbetracht der Komplexität des internationalen Kapitalmarktes jedoch überfordert, haben weder die nötige Zeit noch das nötige Kapital, um eine zielgerichtete Vermögensplanung zu gewährleisten“, meint Michael Turgut . Aus diesem Grund setzen sich zunehmen Portfolio-Fonds durch, die eine Optimalgewichtung unterschiedlicher Asset-Klassen bereits bspw. in Investment-, Private Equity- und Immobilien-Anlagen bereits im Portfolio haben und bei denen erfahrene Manager dafür sorgen, dass eine regelmäßige Optimierung der Anlagestrategie stattfindet.
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Samstag, 20. Januar 2007
Michael Turgut : Das professionelle Niveau der Finanzdienstleistung wird steigen.
Michael Turgut : Das professionelle Niveau der Finanzdienstleistung wird steigen.
Die EU-Richtlinien zur Harmonisierung des europäischen Finanzmarktes fordern, dass die Vermittler von Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungen "über die vom Herkunftsmitgliedsstaat des Vermittlers festgelegten angemessenen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen." Eine EU-Richtlinie verlangt künftig eine Ausbildung für Versicherungsvermittler. Experten fürchten, dass damit eine ganze Reihe Jobs wegfallen - und der Markt von Schönrednern und Dilettanten bereinigt wird.
Die geplante Einführung der Versicherungsvermittlerrichtlinie, der Wertpapierrichtlinie nach europäischen Vorgaben, sowie die Stärkung der Verbraucherrechte werden das bekannte Bild vom typischen Finanzdienstleister gehörig ändern. Die neuen Regelungen werden nach Ansicht von Fachleuten auch Folgen für den Markt der Vermittler haben: Versicherungen werden die Beziehungen zu erfolglosen Agenturen oder Maklern reduzieren.
„Der Prozess des lebenslangen Lernens hat auch die Finanzdienstleistung als Wirtschaftszweig erfasst“ meint der Finanzexperte Michael Turgut von der IFF AG. „Mit dem Handwerkszeug von gestern wird es zukünftig nicht mehr möglich sein, komplexe und lebensabschnitts-übergreifende Beratungsleistungen zu erbringen.“
"Allein für die Beratung zur privaten Altersvorsorge beispielsweise sind heute Kenntnisse des Kapitalmarktes, der Rentenbesteuerung, der Sozialversicherung und des Versicherungsmarktes notwendig", sagt Hans-Ludger Sandkühler vom Institut der Versicherungsmakler. "Das lernt man nicht einfach mal so nebenbei." Genau hier bestehen aber noch große Defizite, in der entsprechenden Ausbildung, geade auch im Hinblick auf die breit notwendige private Altersvorsorge wie der Finanz-Spezialist Michael Turgut
meint: „Die zusätzliche Altersvorsorge muss künftig einen höheren Stellenwert erhalten, um den im Berufsleben erreichten Lebensstandard auch im Alter aufrecht erhalten zu können. Hierfür steht ein umfangreiches Instrumentarium mit steuerlichen Elementen und Zulagen zur Verfügung. Fernerhin gibt es eine Fülle von interessanten Vorsorgemöglichkeiten im Bereich der privaten Altersabsicherung.“
Heinrich Bockholt, Vorsitzender des Bundesverbandes Finanz-Planer, prognostiziert, dass "mindestens 20 Prozent der Arbeitsplätze bei der Finanzberatung bei den schnell angelernten und zu dünn ausgebildeten Mitarbeitern in Deutschland wegbrechen". Seiner Meinung nach haben "viele der freien Finanzdienstleister die Zeichen der Zeit nicht erkannt und sich nicht entsprechend qualifiziert".
Auf sich allein gestellt, ist das gebiet für den normalen Anleger jedoch äußertst komplex: „Viele Privatanleger sind in Anbetracht der Komplexität des internationalen Kapitalmarktes jedoch überfordert, haben weder die nötige Zeit noch das nötige Kapital, um eine zielgerichtete Vermögensplanung zu gewährleisten“, meint Michael Turgut von der IFF AG. Aus diesem Grunde sei eine professionalisierung des Marktes wie durch die EU-Richtlinie ausgelöst, sehr zu begrüßen.
Die EU-Richtlinien zur Harmonisierung des europäischen Finanzmarktes fordern, dass die Vermittler von Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungen "über die vom Herkunftsmitgliedsstaat des Vermittlers festgelegten angemessenen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen." Eine EU-Richtlinie verlangt künftig eine Ausbildung für Versicherungsvermittler. Experten fürchten, dass damit eine ganze Reihe Jobs wegfallen - und der Markt von Schönrednern und Dilettanten bereinigt wird.
Die geplante Einführung der Versicherungsvermittlerrichtlinie, der Wertpapierrichtlinie nach europäischen Vorgaben, sowie die Stärkung der Verbraucherrechte werden das bekannte Bild vom typischen Finanzdienstleister gehörig ändern. Die neuen Regelungen werden nach Ansicht von Fachleuten auch Folgen für den Markt der Vermittler haben: Versicherungen werden die Beziehungen zu erfolglosen Agenturen oder Maklern reduzieren.
„Der Prozess des lebenslangen Lernens hat auch die Finanzdienstleistung als Wirtschaftszweig erfasst“ meint der Finanzexperte Michael Turgut von der IFF AG. „Mit dem Handwerkszeug von gestern wird es zukünftig nicht mehr möglich sein, komplexe und lebensabschnitts-übergreifende Beratungsleistungen zu erbringen.“
"Allein für die Beratung zur privaten Altersvorsorge beispielsweise sind heute Kenntnisse des Kapitalmarktes, der Rentenbesteuerung, der Sozialversicherung und des Versicherungsmarktes notwendig", sagt Hans-Ludger Sandkühler vom Institut der Versicherungsmakler. "Das lernt man nicht einfach mal so nebenbei." Genau hier bestehen aber noch große Defizite, in der entsprechenden Ausbildung, geade auch im Hinblick auf die breit notwendige private Altersvorsorge wie der Finanz-Spezialist Michael Turgut
meint: „Die zusätzliche Altersvorsorge muss künftig einen höheren Stellenwert erhalten, um den im Berufsleben erreichten Lebensstandard auch im Alter aufrecht erhalten zu können. Hierfür steht ein umfangreiches Instrumentarium mit steuerlichen Elementen und Zulagen zur Verfügung. Fernerhin gibt es eine Fülle von interessanten Vorsorgemöglichkeiten im Bereich der privaten Altersabsicherung.“
Heinrich Bockholt, Vorsitzender des Bundesverbandes Finanz-Planer, prognostiziert, dass "mindestens 20 Prozent der Arbeitsplätze bei der Finanzberatung bei den schnell angelernten und zu dünn ausgebildeten Mitarbeitern in Deutschland wegbrechen". Seiner Meinung nach haben "viele der freien Finanzdienstleister die Zeichen der Zeit nicht erkannt und sich nicht entsprechend qualifiziert".
Auf sich allein gestellt, ist das gebiet für den normalen Anleger jedoch äußertst komplex: „Viele Privatanleger sind in Anbetracht der Komplexität des internationalen Kapitalmarktes jedoch überfordert, haben weder die nötige Zeit noch das nötige Kapital, um eine zielgerichtete Vermögensplanung zu gewährleisten“, meint Michael Turgut von der IFF AG. Aus diesem Grunde sei eine professionalisierung des Marktes wie durch die EU-Richtlinie ausgelöst, sehr zu begrüßen.
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